eResponse: Future Gardens

Ein Blick hinter die Kulissen

©KölnMusik/eResponse

Was ist Natürlichkeit in einer Lebenswelt, die zunehmend digital funktioniert und gesteuert ist? 
Wie klingt dein innerer Garten der Zukunft?

Diese und andere Fragen erforschen Schüler:innen und Berufsschüler:innen in einem kreativen Prozess. Sie konzipieren und erarbeiten alle Inhalte, die es für ein multimediales Konzert braucht: Kompositionen, Visuals, digitale Soundwelten und den dazugehörigen Social-Media-Content. Ganz nach dem Motto: Eure Ideen – euer Konzert! Am Tag der offenen Philharmonie, 3. Oktober 2024 um 18:30 Uhr bringen sie es gemeinsam mit Fagottist Mathis Stier und Perkussionistin Rie Watanabe zur Aufführung.

Projektphase im Gymnasium Köln-Pesch:

Ein halbes Jahr lang haben Schüler:innen der Klassen 9a und 9c des Gymnasiums Köln-Pesch gemeinsam neue Kompositionen erdacht, entwickelt und einstudiert. Unter der Anleitung des Response-erfahrenen Komponisten Thomas Taxus Beck haben sie Schritt für Schritt alle Details des komplexen Vorgangs entschlüsselt und sich selbstständig an eigene Werke gewagt. Inspiration boten dabei die imaginierten Zukunftsgärten:

Welcher Klang passt zu mir und meiner Vorstellung der Musik? Am Anfang stand die Instrumentenwahl: melodiöse oder harmonische Instrumente wie Klavier, Blockflöte oder Zither, rhythmische Instrumente wie Tambourin, Trommel, Ratsche, Schellen, Rasseln, Regenmacher – oder Alltagsgegenstände, die zweckentfremdet wurden. 

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Sophie: »Ist das für dich nicht ein bisschen komisch, mit der Klobürste Musik zu machen?«

Schülerin: »Doch, ja, schon [lacht].«

Sophie: »Kann ich verstehen. Aber du wolltest ja offenbar kein anderes Instrument nehmen – also warum dann einen Alltagsgegenstand?«

Schülerin: »Vielleicht weil man so merkt, dass man nicht immer unbedingt teure Instrumente braucht, um Musik zu machen (…).«

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Musikalische Expeditionen durch Flora und Fauna: Inhaltliche Leitplanke beim gemeinsamen Ausdenken und Umsetzen der kollaborativen Kompositionen war das Thema »Future Gardens« – die Gärten der Zukunft. Die Schüler:innen entwickelten eigene Geschichten als Grundlage für ihre Werke. 

Projektphase im Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg:

Zwei Klassen von Berufsschüler:innen, die im Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg ihre Ausbildung in Mediengestaltung Bild und Ton machen, ergänzen die Kompositionen um alles, was es für ein multimediales Konzerterlebnis braucht: Visuals, Soundscapes und begleitende mediale Berichterstattung. Insbesondere durch die kreative Arbeit konnten die Auszubildenden neue Inhalte, Herangehensweisen und Arbeitspraxen kennenlernen und ausprobieren. 

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Die entstandenen Inhalte sind so vielfältig wie die Ideen der Berufsschüler:innen selbst: Sie reichen von animierten Grafiken, einer Straßenumfrage zu den klingenden Gärten und Noise-Stücken über goldene Käfer, versinkende Fernseher und schillernde Pilze hin zu Interviews mit den beteiligten Musiker:innen. 

Fragen der Passantenumfrage in der Kölner Innenstadt und auf dem Schulhof in Kalk: 
Wie klingen die Gärten der Zukunft? 
Welchen Stellenwert hat Natur? Jetzt? In 100 Jahren?
Haben Gärten überhaupt eine Zukunft? 
Was haben Sie vor Augen, wenn Sie an Ihren zukünftigen Garten denken? 

 

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Die Mitwirkenden

Mathis Stier

Mathis Stier ©Sophia Hegewald

Mathis Stier

  • spielt Fagott 
  • geboren in München, wo er ebenfalls studiert hat 
  • seit 2016 Solofagottist im WDR Sinfonieorchester 
  • improvisiert gern, auch mit der Klangkombination von Fagott und Elektronik 
Rie Watanabe

Rie Watanabe ©Julian Pache

Rie Watanabe

  • Schlagzeugerin im Bereich zeitgenössischer und improvisierter Musik
  • Musikausbildung in Tokyo University of the Arts und Studium an der Hochschule für Musik Karlsruhe
  • Freischaffende Künstlerin
  • Zusammenarbeit mit verschiedenen Ensembles der neuen Musik

Klassen 10a und 10c des Gymnasiums Köln-Pesch
AVM 21 und 24 des Georg-Simon-Ohm-Berufskollegs
Mathis Stier
Fagott
Rie Watanabe Percussion
Thomas Taxus Beck Dozent für Komposition
Frederik Werth Dozent für Visuals 
Marco Mlynek Dozent für elektronische Komposition
Sophie Emilie Beha Dozentin für Kommunikation

 

Gefördert von der PwC-Stiftung